Lichtblick in der Dunkelheit eines Genres.

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Review | Kritik | Bewertung
Unisonic - Light of Dawn (2014)

Bewertung: 5 von 6
Label: earMUSIC
www.unisonic.org

Es war ein regelrechter Paukenschlag, als Michael Kiske - ehemals Sänger bei Helloween, einer der erfolgreichsten Metal Bands Deutschlands - im November 2009 die Gründung einer neuen Metal Formation mit dem Namen Unisonic verkündete, zusammen mit den beiden ehemaligen Pink Cream 69 Musikern Dennis Ward (Bass) und Kosta Zafiriou (Schlagzeug), sowie Gitarrist Mandy Meyer (früher bei Gotthard). Zu dieser stieß im Jahr 2011 schließlich auch noch Kai Hansen, den er aus seiner Anfangszeit bei Helloween bereits kannte. Paukenschlag deshalb, weil besagter Kiske Mitte der Neunziger Jahre eigentlich dem Metal entsagt und sich neben gemäßigter Rockmusik den Thematiken Moral und Religion zugewandt hatte.


Aber nicht nur deshalb, weil ein begnadeter Sänger im Metal Bereich zu seinen Wurzeln zurückfinden konnte, ließ das selbstbetitelte Debütalbum 2012 aufhorchen. Nein, auch die Songs waren erfrischend und machten richtig Spaß. Nun zwei Jahre später legen die Jungs mit Light of Dawn nach. Bereits die vorab veröffentlichte EP For The Kingdom deutete an, dass die fünf Jungs ihr Pulver mit dem Erstlingswerk noch lange nicht verschossen haben. Dies zeigen Unisonic bereits mit dem Song Your Time Has Come, der sich direkt an das pompöse, für meinen Geschmack aber etwas unpassende Intro Venite 2.0 anschließt. Die Uptempo-Nummer zeigt gleich mal, wo es langgeht und dürfte speziell Fans von Gamma Ray ansprechen. Mit Exceptional gehen die Musiker dann deutlich gemäßigter zu Werke, ehe Unisonic mit For The Kingdom (besagtem bereits vorab veröffentlichten Song) aufwarten.

act-unisonicDas coole Not Gonna Take Anymore überzeugt durch eine lässige Gitarrenmelodie und macht den Song so zu einem absoluten Highlight auf der Platte. Mit Night of The Long Knives und Find Shelter folgen dann zwei Songs, die mit der übrigen Klasse der anderen Anspielpunkte nicht ganz mithalten können. Ganz anders wirkt das ruhige Blood, bei dem Michael Kiske seine Gesangskünste voll darbieten kann. Gänsehautatmosphäre ist hier garantiert. When The Deed Is Done punktet vor allem durch seinen Refrain, der einen nicht mehr so schnell loslässt. Auf Throne of The Dawn packen die Jungs in der gefühlten Härteskala wieder ein paar schwere Pfund oben drauf und der Track wird von einer überragenden Gitarrenarbeit von Kai Hansen und Mandy Meyer getragen. Die folgende Mitsinghymne Manhunter überzeugt dafür leider weniger, ehe Light of Dawn mit der überragenden Powerballade You And I sein würdiges Ende findet.



redakteur-johann

Zusammenfassung Review | Kritik | Bewertung

Johann Höng ist der Meinung...
Unisonic können mit ihrem neuen Album Light of Dawn an das gute Debüt aus dem Jahre 2012 anknüpfen. Songs wie Your Time Has Come und For The Kingdom überzeugen ebenso, wie die etwas ruhigeren Stücke Not Gonna Take Anymore und You And I. Sie zeigen zudem, was Unisonic von der Konkurrenz abhebt: sie sind grandiose Musiker. Allen voran die beiden ehemaligen Helloween Mitglieder Kiske und Hansen. Aber auch Mandy Meyer, der sich zusammen mit Hansen für die zum Teil einzigartigen Gitarrensoli verantwortlich zeigt, trägt seinen Teil dazu bei, dass insbesondere Liebhabern der alten Helloween Platten, begeistert sein dürften. Auch Fans von Gamma Ray und Edguy sollten keine Sekunde zögern und sich Light of Dawn zulegen.

Preisvergleich: Unisonic - Light of Dawn